Für das Grundstück in Bestensee wird ein neuer Briefkasten gebraucht.
Welche Anforderungen stellt man heutzutage eigendlich an so eine Kiste?
Naja, zuerst mal muss reichlich Platz für die Post (z.B. Finanzamt, Mahnungen, Bescheide aller Art...) vorhanden sein.
Die Post sollte selbstredend sicher und trocken aufbewahrt werden. Und ich will wissen, dass etwas eingeworfen wurde! Wolln doch mal sehen, ob das mit den Werbewurfsendungen nicht besser wird...
Zum ersten Mal seit 109 Jahren eine funktionierende Klingel, die mich auf dem ganzen Grundstück erreicht.
Wenn es klingelt, will man sehen, wer da ist und gegebenenfalls mit demjenigen reden (oder...).
Ja, und wenn ich es will: das Tor aufmachen.
Licht einschalten am Tor...
Und wenn ich vorfahre, soll das Tor automatisch aufgehen!
Schon doll, was so ein Briefkasten heutztage alles so können muss...
Auf der Webseite von der Fa. Siedle gibt es einem "Briefkastenkonfigurator". Ich habe da mal rumgeklickt und der Preis meines "Wunschbriefkastens" hat mich glatt aus den Socken gehauen!
Preisvorstellungen haben die, das geht ja GARNICHT! Grusel...
Das erste Bild zeigt die auf USB umgebaute Torsprecheinheit, orginal ein polnisches Produkt. Die orginale Platine mit einem diskreten Vorverstärker für das Elektret-Mikrofon wurde ersetzt durch
ein Produkt aus heimischer Schmiede auf Lochraster mit einer USB-Soundkarte und einem mit einem Toshiba TA7368 bestückten Endverstärker. Die Lautstärken werden über alsamixer per Software; die Wiedergabe
zusätzlich
mit dem auf der Platine erkennbaren Poti eingestellt. Klingt mit dem wetterfesten Lautsprecher ganz brauchbar...
Das zweite Bild zeigt die einbaufertige Sprecheinheit.
Das dritte Bild zeigt den ebenfalls umgebauten TP-LINK WR703, noch mit Debuganschluss.
Bild Nr. 4 zeigt eine der beiden Torlampen noch im Rohzustand. Ein automatisches Tor benötigt eine orangene Warnlampe und weiterhin sollten die Torpfosten gekennzeichnet sein. Was so an Lampen
am Markt verkauft wird, ist m.M. nach entweder abgrundhässlich und/oder unverschämt teuer. Also ist Selbstbau angesagt...
Update 06.03.2015
Nachdem ich allerhand Zeit mit dem TP-Link verbraten hatte, wurde mir immer klarer, dass der die ganze Geschichte mit dem TP-Link wohl gehen würde, aber...
Gut, also was Anderes muss her. Was ? Mal sehen... Im Mikrocontroller.net wurde der neue Rasberry Pi 2 besprochen und ich war seeehr angetan...
Also her mit so einem Ding! Für 35 Teuro plus Versand von Fa.Pollin (mit einem Haufen anderen Krimskrams, damit sich der Versand lohnt...) kam so ein Pi2 B+ recht bald an.
Quadcore, 1 GB Arbeitsspeicher -> das Ding rennt wie ein PC! Als BS ein Debian und der Pi ist in ein paar Sekunden da. Na dann los! Baresip per wget und nach
ein paar Experimenten mit dem GCC und der Konfiguration des Debian OS rennt zumindest der VoIP - Zweig.
Was tun mit den GPIOs? Ein bisschen Recherge im Internet brachten verschiedene Projekte zu Tage: ich entschied mich für das PiFace Digital 2 von Element 14,
da es, mal abgesehen von 2 Relais und kräftigen 500 mA ULNs, auch ein Gehäuse für gibt.
Und ich spare mir das Bauen einer eigenen Platine für das Interface. Nachteil: ich muss Python lernen...
Und der TP-Link? Der wird die Steuerung des Gartens übernehmen. Wozu ist er auch Router geworden!!!
Auf dem 5. Bild ist der Raspi mit PiFace und der USB-Sprecheinheit zu sehen, schon mal testweise an den Briefkasten angeschlossen, zu sehen.
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